Young girl smiling in class Close up head shot of boy in school Girl holding hand up, with teacher at white board
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Autismus (Autism)

Folgender Textauszug stammt aus dem 'Bericht der Arbeitsgruppe Autismus (Report of the Task Group on Autism)', der unten vollständig verfügbar ist.

 

Was ist Autismus?

 

Autistisches Verhalten ist eine komplexe Entwicklungsstörung, die das Kommunikations- und Bindungsverhalten zu anderen Personen beeinträchtigt.  Der Betriff "autistisches Spektrum" wird häufig verwendet, da die Krankheit unterschiedlich ausfällt.  Das Asperger-Syndrom ist ein Zustand am leistungsfähigeren Ende des Spektrums.  Am weniger leistungsfähigen Ende des Spektrums befindet sich das Kanner-Syndrom, manchmal auch als klassischer Autismus bezeichnet.

 

Der Zustand und die Verhaltensmuster von kindlichem Autismus wurden zunächst vom Kinderpsychiater Leo Kanner (1943) beschrieben.  Laut Kanner gehören zu den Hauptmerkmalen schwere soziale Beeinträchtigung, Kommunikation, Unflexibilität von Gedankenprozessen und rituelle Verhaltensmuster.  Zur selben Zeit beschrieb Hans Asperger (1944) eine ähnliche Gruppe an Kindern in Europa durch merkwürdig naives und sozial unangemessenes Verhalten, langwierige pedantische Sprache, schlechte verbale Kommunikation, eingeschränkte Interessen und schlechte motorische Koordination.  Diese Kinder hatten außerdem Probleme, Fähigkeiten flexibel und funktional einzusetzen.  Die Arbeiten von Leo Kanner (1943) und Hans Asperger (1944) sind die Grundlage unseres heutigen Verständnisses für Autismus.  Zwar wurde viel über die Definition von Autismus diskutiert, insbesondere über das Asperger-Syndrom, heute wird jedoch allgemein akzeptiert, dass sowohl Autismus als auch das Asperger-Syndrom der größeren Gruppe von Sozial- und Kommunikationsstörungen angehören, allgemein bekannt als Störungen des autistischen Spektrums (Autistic Spectrum Disorders (ASD)). 

 

Lorna Wing (1979) hat erheblich zum klinischen Verständnis von Autismus als Spektrumstörung beigetragen.  Nach Durchführung einer intensiven epidemiologischen Studie schlussfolgerte Wing, dass soziale Beeinträchtigung eine Entwicklungsstörung sei und dass die verschiedenen Ausprägungen (ob als Syndrom bezeichnet oder nicht) alle Teil eines Spektrums miteinander verwandter Störungen sind.  Wing stellte fest, dass es drei Entwicklungsbereiche gibt, die mit dieser sozialen Beeinträchtigung zusammenhängen und eine Häufung von Merkmalen bilden, die Diagnosekriterien zur Identifikation von Autismus bieten.  Diese Häufung wird als Triade der Beeinträchtigungen (Triad of Impairments) bezeichnet:

 

  • Beeinträchtigung der sozialen Interaktion;

 

  • Beeinträchtigung der sozialen Kommunikation;

 

  • Beeinträchtigung des sozialen Verstehens und der Fantasie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autismus
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